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Alexandra Saheb
Eine Legende der New Yorker Bohème
Das Chelsea Hotel in der 222 West 23rd Street in Manhattan wurde 1884 gebaut. Als eines der ersten genossenschaftlichen Apartmenthäuser New Yorks war der zwölfstöckige Bau im viktorianisch-gotischen Stil mit seinen gusseisernen Balkonen, dem Mansardendach und dem zentralen Pavillon ein architektonisches Zeichen des Aufbruchs. Idee der Initiatoren war eine egalitäre Gemeinschaft, in der Kunst, Arbeit und Alltag zusammenfinden konnten. Auch nach der Umwandlung in ein Hotel im Jahr 1905 blieb dieser Geist offensichtlich dem Gebäude treu.
Im 20. Jahrhundert wurde das Chelsea zu einem Zufluchtsort der Bohème und Avantgarde. Schriftsteller, Musiker, Künstler und Außenseiter lebten hier Tür an Tür: Mark Twain, Oscar Wilde, Dylan Thomas, Arthur C. Clarke, Jack Kerouac, William S. Burroughs, Allen Ginsberg, Arthur Miller, Jackson Pollock, Andy Warhol, Bob Dylan, Leonard Cohen, Janis Joplin, Patti Smith und Robert Mapplethorpe gehören zu den Namen, die sich mit diesem Haus verbinden. Unter dem langjährigen Direktor Stanley Bard blieb das Hotel ein offenes Biotop der Kunst, etwas heruntergekommen zwar, aber mit einer um so größeren Intensität.
Albert Scopin lebte von 1969 bis 1971 im Chelsea. Der junge Fotograf aus Deutschland geriet dort mitten in die Counter Culture und dokumentierte mit seiner Kamera das Leben, die Bewohner und die Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes. Patti Smith, Robert Mapplethorpe und Mitglieder der Warhol-Crowd sind in seinen Fotografien omnipräsent. Mit seinen Bildern und Texten aus dem Alltag seines Aufenthalts im Chelsea entstand ein Dokument einer historische Phase kulturellen Wandels, deren Kraft bis heute wirksam ist.
Biografie
Zweite Häutung
Dritte Häutung
Kontakt
Albert Scopin Schöpflin
Am Ausserberg 24
4125 Riehen / Basel
Schweiz
+41 61 6014180
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